Mehr Geld für Personal in Krankenhäusern

12.11.2015: Die gesetzlichen Krankenkassen müssen zukünftig höhere Personalkosten, die Krankenhäusern aufgrund von Tariflohnsteigerungen entstehen, zur Hälfte finanzieren. Damit wird einem weiteren Personalabbau, der auch in psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken in den letzten Jahren stattgefunden hat, entgegengewirkt. Das ist eine der wichtigen Neuerungen des Krankenhaus-Strukturgesetzes (KHSG), das im Bundestag verabschiedet wurde.

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) begrüßt die neue Finanzierungsregelung im KHSG, weil damit auch die Beratungen im Gemeinsamen Bundesausschuss befördert werden können, deren Ziel angemessene und verbindliche Personalanforderungen für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen sind. Kliniken brauchen finanzielle Rahmenbedingungen, die die Umsetzung verbindlicher Personalanforderungen für eine leitliniengerechte Behandlung grundsätzlich ermöglichen.

Auch das Förderprogramm für mehr Pflegekräfte ist aus Sicht der BPtK ein wichtiger Schritt, die Personalsituation in den somatischen Krankenhäusern zu verbessern. Durch die Einführung eines Zuschlags, dessen Höhe sich an den Pflegepersonalkosten eines Krankenhauses bemisst, schafft das KHSG zusätzlich einen Anreiz für eine angemessene Pflegeausstattung in den Krankenhäusern, in denen es vor allem im Pflegebereich seit der Einführung der DRGs zu einem dramatischen Personalabbau gekommen ist.

Das KHSG verbessert schließlich die stationäre Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen. Leistungen, die von den Krankenhäusern nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erbracht werden, werden zukünftig extrabudgetär vergütet. Das gilt auch für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen. Die stationäre Behandlung von Flüchtlingen - auch bei psychischen Erkrankungen - wird dadurch erleichtert. Weitere neue Regelungen betreffen die Einführung befristeter krankenhausindividueller Zuschläge für Mehrkosten, die aufgrund von Qualitätssicherungs-Richtlinien entstehen und die Schaffung der rechtlichen Voraussetzungen für die Einführung von Patientenbefragungen als Instrument der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung. Das KHSG tritt am 1. Januar 2016 in Kraft.

Rechtssprechstunde

Jeden Dienstag von 12:30 bis 13:30 Uhr unter der Telefonnummer 030/88 71 40-60 Beratung: Justiziarin Claudia Dittberner, Syndikusrechtsanwältin

Psych-Info

Suchen Sie eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten? www.psych-info.de Nutzen Sie gerne auch unser Servicetelefon immer Di 14–17 Uhr und Do 10–13 Uhr 030 / 88 71 40 20 oder schicken Sie eine E-Mail an servicetelefon@ psychotherapeutenkammer-berlin.de

Die Anleitung für Mitglieder für das Fortbildungsportal finden Sie unter folgendem Link.

Ombudsstelle

Haben Sie Probleme in der Psychotherapie? Unsere Ombudsstelle (eine Anlaufstelle für Patient/-innen und Therapeut/-innen) berät Sie gern 01803 / 00 36 26

Notfalldienste

Die
wichtigsten Notdienste
(Übersicht Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz).
Der Berliner Krisendienst ist rund um die Uhr und an den Wochenenden und Feiertagen zu erreichen unter Telefon 030 / 39063-10, -20 ... -90 je nach Region.

Fachsprachenprüfung

Anmeldung zur Prüfung und Informationsmaterial:
Information Fachsprachentest
Prüfungsinformationen
Anmeldeformular

Login Mitglieder Login Delegierte Login Mitglieder Psych-Info Login Fortbildungsportal

Aktuelle Termine

» Alle Termine zeigen