Psychotherapie in Praxen


Wie finden Sie eine geeignete Psychotherapie-Praxis?

Sie können sich Ihren Therapeuten frei wählen und z. B. selber entscheiden, ob sie lieber zu einer Frau oder zu einem Mann gehen möchten und welche Therapieart Sie am meisten anspricht. Nutzen Sie für Ihre Suche z. B. unseren Online-Suchdienst www.psych-info.de oder unser Servicetelefon.

Vereinbaren Sie telefonisch einen ersten Gesprächstermin mit der Praxis Ihrer Wahl. Scheuen Sie sich nicht ggf. auf einem Anrufbeantworter Ihre Telefonnummer zu hinterlassen. Weil das Telefon während der Therapiesitzungen ausgeschaltet wird, werden Sie zurückgerufen, sobald Zeit für ein ruhiges Telefonat vorhanden ist. Lange Wartezeiten auf einen Therapieplatz sind leider Realität. Oft kann Ihnen erst nach einigen Tagen oder auch Wochen Wartezeit ein Gesprächstermin angeboten werden. Wenn Sie gesetzlich krankenversichert sind, bringen Sie bitte zum Erstgespräch Ihre Versichertenkarte mit.

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Probatorische Sitzungen

In den ersten 5 Termine (bzw. 8 Termine bei der Psychoanalyse) klärt der Therapeut bzw. die Therapeutin, ob Psychotherapie und das gewählte Psychotherapieverfahren für Ihre Beschwerden als Behandlung geeignet sind.

Sie können in dieser Zeit herausfinden, ob Sie zu dem gewählten Psychotherapeuten Vertrauen fassen können und ob Sie sich verstanden fühlen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie gut aufgehoben sind und der Therapeut oder die Therapeutin Ihnen helfen kann, dann haben Sie die für Sie passende Behandlung gefunden. Ist Ihnen Ihr Gegenüber dagegen unangenehm oder finden Sie etwas seltsam, reden Sie darüber. Vielleicht gibt es dafür einen guten Grund. Wenn das nicht hilft, ist vielleicht ein anderer Therapeut oder eine andere Therapeutin besser für Sie geeignet.

Sie brauchen sich erst nach dem 5. Termin (bzw. nach dem 8. bei der Psychoanalyse) zu entscheiden, ob Sie hier eine Therapie machen möchten oder ob Sie lieber eine andere Praxis ausprobieren möchten.

Am Ende der Vorgespräche entscheiden Sie gemeinsam mit der Therapeutin oder dem Therapeuten, ob eine Behandlung durchgeführt werden soll. Sie besprechen dann den voraussichtlichen Behandlungsumfang und die Häufigkeit der Therapiesitzungen.

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Welche Therapieverfahren gibt es?

Es gibt verschiedene Therapiearten. Psychotherapeuten sprechen von "Psychotherapieverfahren". Von den gesetzlichen Krankenkassen werden derzeit

  • die Psychoanalyse,
  • die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und
  • die Verhaltenstherapie bezahlt.

Darüber hinaus gibt es weitere hilfreiche Verfahren, wie z. B. die Gesprächspsychotherapie. Psychotherapeuten haben ein oder mehrere Verfahren gelernt und wenden sie häufig in Kombination an. Wenn Sie Fragen zu den einzelnen Verfahren haben, sprechen Sie darüber mit Ihrem Therapeuten oder Ihrer Therapeutin. Man wird Ihnen gern erklären, wie das Verfahren funktioniert und kann Sie auch beraten, ob vielleicht ein anderes Verfahren besser für Sie geeignet ist.

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Wie wird die Kostenübernahme bei der Krankenkasse beantragt?

Vor Aufnahme der Behandlung müssen Sie ärztlich abklären lassen, ob Ihre Beschwerden organische Ursachen haben. Der Arzt oder die Ärztin schreibt das Ergebnis in einen Konsiliarbericht, den Sie für die Antragsstellung benötigen. Wenn Sie nicht widersprechen, wird Ihr Psychotherapeut oder Ihre Psychotherapeutin diesem Konsiliararzt bzw. dieser Ärztin zu Beginn, am Ende und einmal jährlich während der Therapie berichten.

Das Formular für den Antrag auf Kostenübernahme hält Ihr Therapeuten oder Ihre Therapeutin für Sie bereit.

  • Bei den gesetzlichen Krankenkassen ist in der Regel ein Bericht der Psychotherapeutin oder des Psychotherapeuten an eine externe Gutachterstelle erforderlich. Hier wird überprüft, ob die Leistungspflicht der Krankenkasse gegeben ist und die vorgeschlagene Behandlung erfolgversprechend erscheint. Dieser Bericht erfolgt anonymisiert, die Krankenkasse erhält lediglich die Diagnose. Dadurch sind beim Antragsverfahren bei gesetzlichen Krankenkassen der Schutz der Patientendaten und die Schweigepflicht gewährleistet.
  • Wenn Sie Beihilfe fähig oder privat versichert sind, hängt die Übernahme der Kosten von den jeweiligen Behilferegelungen bzw. dem Krankenversicherungsvertrag ab.

Die Beantragung erfolgt in Bewilligungsschritten mit einer durch die Psychotherapierichtlinien festgelegten Anzahl von Therapiestunden. Alle Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine ambulante Psychotherapie erst ab dem Datum der schriftlichen Genehmigung und im genehmigten Umfang. Sie erhalten eine Mitteilung darüber. Die Behandlung kann also erst beginnen, wenn die Kostenübernahme zugesagt ist.

Bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen, gelegentlich auch bei der Behandlung von Erwachsenen, kann es notwendig sein, dass Bezugspersonen in die Therapie einbezogen werden. Bei der Therapie von Kindern und Jugendlichen können solche Sitzungen für Bezugspersonen zusätzlich beantragt werden.

Unterbrechungen der Therapie von mehr als einem halben Jahr müssen gegenüber der Krankenkasse begründet werden. Wird die Begründung nicht anerkannt, erlischt der Anspruch auf die verbleibenden genehmigten Psychotherapiestunden. Therapieende und -abbruch, muss die Psychotherapeutin bzw. der Psychotherapeut - ohne weitere inhaltliche Angaben - der gesetzlichen Krankenkasse mitteilen.

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Wie werden die Therapiekosten abgerechnet?

Eine von der gesetzlichen Krankenkasse genehmigte Psychotherapie ist zuzahlungsfrei. Bringen Sie einfach in jedem Quartal Ihre Krankenversichertenkarte zum Einlesen in die Praxis mit. Es fällt lediglich in jedem Quartal die Praxisgebühr an, außer Sie haben eine gültige Überweisung zur Psychotherapie oder sind befreit. Sollten Sie Ihre Krankenkasse wechseln, informieren Sie bitte auch Ihre Psychotherapiepraxis.

Privat Krankenversicherte und Behilfe Fähige bekommen die Rechnung persönlich zugestellt und erhalten die Kosten ggf. erstattet. Die Abrechnung erfolgt gemäß Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP).

Bei Privatzahlern wird nach GOP abgerechnet.

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Was ist zu beachten, wenn Sie einen vereinbarten Therapietermin absagen müssen?

Psychotherapeutische Sitzungen finden in der Regel zu verbindlich vereinbarten Terminen statt. Eine Sitzung dauert in der Regel 50 Minuten. Achten Sie darauf, rechtzeitig zum Termin zu kommen. Sollten Sie einmal zu spät kommen, kann die Sitzung meist nicht verlängert werden, da im Anschluss oft schon die nächste Person zur Behandlung kommt.

Wenn Sie einen verabredeten Termin nicht wahrnehmen können, sagen Sie bitte rechtzeitig ab. Die Frist, in der Sie spätestens absagen sollten, vereinbaren Sie individuell mit Ihrer Psychotherapeutin oder Ihrem Psychotherapeuten, z. B. während der probatorischen Sitzungen. Üblich ist eine Frist von mindestens 48 Stunden. Als Absage genügt eine kurze schriftliche oder telefonische Mitteilung auch auf dem Anrufbeantworter. Nur dann kann die für Sie reservierte Zeit anders vergeben werden.

Sollten Sie einmal einen Termin versäumen oder zu spät absagen, hat Ihr Therapeut oder Ihre Therapeutin Anspruch auf ein Ausfallhonorar - unabhängig vom Grund der Absage. Das Ausfallhonorar müssen Sie persönlich bezahlen, es wird nicht von den Krankenkassen erstattet. Die Höhe des Ausfallhonorars vereinbaren Sie ebenfalls vor Beginn der Behandlung.

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Kann eine Psychotherapie vorzeitig beendet werden?

Sie haben das Recht, jederzeit die Psychotherapie zu beenden. Wenn Sie mit der Therapie aufhören möchten, ist es wichtig, dies vorher anzukündigen, damit Sie das Therapieende mit Ihrer Therapeutin oder Ihrem Therapeuten gründlich besprechen können.

Psychotherapeuten werden von sich aus die Therapie beenden, wenn sich herausstellt, dass ihre Behandlung nicht das richtige Mittel ist. Ihre Therapeutin oder ihr Therapeut wird einen solchen Schritt aber eingehend mit Ihnen besprechen und andere Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen.

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Rechtssprechstunde

Jeden Dienstag von 12:30 bis 13:30 Uhr unter der Telefonnummer 030/88 71 40-60 Beratung: Justiziarin Claudia Dittberner, Syndikusrechtsanwältin

Psych-Info

Suchen Sie eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten? www.psych-info.de Nutzen Sie gerne auch unser Servicetelefon immer Di 14–17 Uhr und Do 10–13 Uhr 030 / 88 71 40 20 oder schicken Sie eine E-Mail an servicetelefon@ psychotherapeutenkammer-berlin.de

Die Anleitung für Mitglieder für das Fortbildungsportal finden Sie unter folgendem Link.

Ombudsstelle

Haben Sie Probleme in der Psychotherapie? Unsere Ombudsstelle (eine Anlaufstelle für Patient/-innen und Therapeut/-innen) berät Sie gern 01803 / 00 36 26

Notfalldienste

Die
wichtigsten Notdienste
(Übersicht Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz).
Der Berliner Krisendienst ist rund um die Uhr und an den Wochenenden und Feiertagen zu erreichen unter Telefon 030 / 39063-10, -20 ... -90 je nach Region.

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