Das Internet, sowie der reguläre Nutzen desselben durch Apps und Smartphones ist für sehr viele Menschen ein ganz selbstverständlicher Teil des Alltages geworden. Rund 30 Prozent der Deutschen haben auf ihren Smartphones Gesundheits-Apps installiert. Selbstverständlich werden im Internet auch Programme für die Prävention und Behandlung von psychischen Erkrankungen angeboten. Diese bergen neben vielen Vorteilen allerdings auch Risiken. Viele Programme sind außerdem nicht auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen untersucht worden. Und kann ein Computerprogramm mit standardisierten Antworten wirklich eine klassische Psychotherapie ersetzen? Die Bundespsychotherapeutenkammer hat sich aufgrund der vielen ungeklärten Fragen am 27.07.2017 in einem Symposium mit den fachlichen und politischen Aspekten der Internettherapie beschäftigt, sowie der Frage ob Internetprogramme künftig zur geprüften Leistung für alle Versicherten werden sollen.
Internetprogramme für psychisch Erkrankte bergen erhebliche Risiken durch Missverständlichkeit, mangelnden Datenschutz und fahrlässige Diagnosen minderqualifizierter Berater. Um diesen Risiken entgegenzuwirken hat die Bundespsychotherapeutenkammer eine Checkliste für PatientInnen und TherapeutInnen zur Verfügung gestellt, mit denen betreffende Programme auf ihre Qualität und Sicherheit hin geprüft werden können.
Die Delegiertenversammlung der Berliner Psychotherapeutenkammer hat in ihrer Sitzung vom 13.09.2016 die Integration der Onlinetherapie in die Berliner Berufsordnung beschlossen. Der Ausschuss für Berufsordnung, Wissenschaft und Qualität der PTK Berlin hat hierzu nun einen Berufsethischen Kommentar verfasst, der insbesondere die einer Nutzung elektronischer Medien in der psychotherapeutischen Behandlung verbundenen besonderen Sorgfaltspflichten erläutert und unter berufsethischen Gesichtspunkten reflektiert.
Die Psychotherapeutenkammer Berlin stellt mit Sorge fest, dass gesetzliche Krankenkassen zunehmend ihren Versicherten bei psychischen Problemen Online Programme anbieten und die Kosten dafür übernehmen. Diese Angebote sind als Prävention möglicherweise sinnvoll. Wenn sie allerdings eine notwendige psychotherapeutische Behandlung ersetzen sollen, ist dieses Vorgehen hochproblematisch! Nachfolgend unsere Pressemitteilung zu dieser Thematik ...
Der von der Berliner Psychotherapeutenkammer am 17.11.2015 in den Räumen der FU Berlin durchgeführte Workshop zum Thema Datensicherheit in der psychotherapeutischen Praxis ist mit ca. 200 Teilnehmern auf großes Interesse gestoßen. Für alle, die nicht teilnehmen konnten oder die Beiträge noch einmal nachlesen möchten, finden Sie hier die Präsentationen zum Download:
Datenschutz und Datensicherheit genießen in der psychotherapeutischen Praxis einen besonderen Stellenwert. Im Praxisalltag allerdings wird diese Erkenntnis - aus unterschiedlichsten Gründen - oft nicht ausreichend umgesetzt.
Microsoft liefert ab sofort kostenlose Upgrades auf Windows 10 aus. Auch neu gekaufte Computer werden bald nur noch mit Windows 10 ausgestattet sein. Das neue Windows 10 sammelt allerdings weitaus umfassender als bisher Nutzungsdaten und persönliche Daten und überträgt sie an Microsoft oder in die Microsoft Cloud. Für Praxiscomputer ist das besonders problematisch.