Die geplante Veranstaltung beschäftigt sich mit dem Unbehagen, welches entsteht, wenn Menschen mit sprachfähigen KI Systemen wie ChatGPT sprechen und dabei auf ein scheinbar allwissendes Gegenüber treffen. Aus psychoanalytischer Sicht wird gezeigt, dass diese Systeme zwar Sprache produzieren, selbst aber kein Begehren und kein Subjekt haben. Dadurch geraten sie in problematische Positionen: Entweder erzeugen sie den Eindruck eines objektiven, vollständigen Wissens oder sie verkehren den Mangel und das Nichtwissen, die für menschliches Sprechen grundlegend sind. Mit Bezug auf Freud und Lacan wird deutlich gemacht, warum KI kein therapeutisches Gegenüber sein kann, da sie weder Übertragung trägt noch mit dem Mangel arbeitet, aus dem menschliches Begehren entsteht.
Ablauf
19:00 – 19:15 Uhr Begrüßung und Moderation
Dr. Peter Tossmann & Dr. Martin Link
19:15 – 20:15 Uhr Sprechen ohne Begehren – Sprache ohne Subjekt. Das Unbehagen mit der Künstlichen Intelligenz
Dr. phil. Moritz Senarclens de Grancy; Psychoanalytiker
20:15 – 21:00 Uhr Diskussion & Austausch
Befragung zur Erfahrung mit Künstlicher Intelligenz
Damit wir für bei der Planung weiterer Veranstaltungen die Interessen und den Bedarf unserer Mitglieder noch besser berücksichtigen können, bitten wir Sie, die kurze Onlinebefragung zu bearbeiten.
Diese Veranstaltung wird mit 2 Fortbildungspunkten zertifiziert.
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