Liebe Kolleg*innen, liebe Mitglieder,
die für die psychotherapeutische Versorgung im Land fatale Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses, unsere Honorare zu kürzen, ist noch nicht lange her, da drohen schon weitere Einschnitte, sollten die Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit umgesetzt werden.
Die Psychotherapeutenkammer Berlin kritisiert diese Entwicklungen auf das Schärfste. Sie stellen nicht nur eine Abwertung von Leistungen dar, sondern auch einer ganzen Berufsgruppe sowie der realen Behandlungsbedarfe von Menschen mit psychischen Störungen. Gerade in einer Zeit multipler Krisen und steigender Fallzahlen psychischer Erkrankungen ist diese Entscheidung fachlich unverständlich und politisch verantwortungslos. Wo die Kammer eine Stimme hat, ob auf politischer Ebene oder in Presseinterviews, machen wir klar: Einschnitte bei der Vergütunggefährden die verlässliche Versorgung unserer Patient*innen.
Unser Protest, über den wir Sie in diesem Newsletter informieren möchten, macht deutlich, dass wir das nicht hinnehmen.
Gleichzeitig arbeiten wir an langfristigen Perspektiven – sei es durch unser Engagement für tragfähige Weiterbildungsstrukturen, durch den Einsatz für ein Versorgungswerk oder neue Arbeitsfelder wie die betriebliche Prävention.
Unser Jubiläumsjahr erinnert daran, was wir in den vergangenen 25 Jahren gemeinsam erreicht haben – und was noch vor uns liegt. Bei einem Fachtag zu diesem besonderen Anlass haben wir beides mit unseren Gästen gewürdigt und diskutiert.
Ein besonderes Augenmerk möchten wir zudem auf die anstehende Kammerwahl richten. Unsere Selbstverwaltung lebt von Ihrer Beteiligung. Nutzen Sie Ihr Stimmrecht und lassen Sie uns weiterhin geschlossen für gute Arbeitsbedingungen und eine starke, bedarfsgerechte Versorgung eintreten. Denn Psychotherapie ist kostbar!