Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte MAGNET-Studie untersucht die Wirksamkeit der Mentalisierungsbasierten Therapie (MBT) bei Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung im ambulanten Setting in Deutschland. Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine schwere psychische Erkrankung, die häufig mit emotionaler Instabilität sowie suizidalem und selbstverletzendem Verhalten verbunden ist. MBT gilt als evidenzbasierter Behandlungsansatz und wird in der S3-Leitlinie – gemeinsam mit der dialektisch-behavioralen Therapie – als Therapie der ersten Wahl empfohlen.
Aktuell gibt es freie Behandlungsplätze im Rahmen der Studie, die an der Psychologischen Hochschule Berlin unter der Leitung von Prof. Timo Storck durchgeführt wird. Psychotherapeut*innen sind eingeladen, sich durch die Zuweisung von Patient*innen zu beteiligen. Angeboten wird im Rahmen einer randomisiert-kontrollierten Studie ambulante Psychotherapie für Personen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung und selbstverletzendem und/oder suizidalem Verhalten.
Teilnahmekriterien sind:
- Alter zwischen 18 und 65 Jahre
- BPS-Diagnose (auch Verdacht auf; wird in Studiendiagnostik
geprüft) - Selbstverletzendes Verhalten und/oder suizidales Verhalten in den letzten 6 Monaten
- Keine aktuelle ambulante Psychotherapie
Nicht teilnehmen können Patient*innen mit:
- akuter Substanzabhängigkeit mit Abstinenz < 3 Monate (außer
Cannabis) - Schizophrenie
- schizotyper PS
- bipolarer Störung
- kognitiven Einschränkungen (IQ < 80)
- organischen psychischen oder Verhaltensstörungen
- BMI < 16.5
- Erkrankung mit Notwendigkeit zur Hospitalisierung innerhalb des nächsten Jahres
- geringen Kenntnissen der deutschen Sprache
Studieninfos gibt es auf der Projekt-Website der Psychologischen Hochschule Berlin.
Kontaktdaten und den Flyer für Patient*innen finden Sie hier zum Download.