Psychische Erkrankungen stehen laut aktueller DAK-Krankenstandsanalyse erstmals an der Spitze aller Ursachen für Krankschreibungen – im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Fehlzeiten in diesem Bereich um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) sieht darin ein klares Warnsignal: monatelange Wartezeiten auf einen Therapieplatz erhöhen das Risiko, dass psychische Erkrankungen sich verschlechtern, chronifizieren und zu langfristigen Arbeitsausfällen führen. Mit Kürzungen bei der ambulanten Psychotherapie lasse sich daher mittel- und langfristig kein Geld sparen, so BPtK-Präsidentin Dr. Andrea Benecke. Die BPtK fordert die zügige Umsetzung des Entschließungsantrags des Bundestags zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, um die gravierendsten Einschnitte in der psychotherapeutischen Versorgung noch im September abzuwenden.