Dr. Andrea Benecke, Präsidentin der Bundespsychotherapeutenkammer, übt in einem Gastbeitrag bei der Frankfurter Rundschau scharfe Kritik an der geplanten Reform des Nachrichtendienstrechts und warnt davor, Psychotherapeut*innen schlechter zu stellen als Geistliche, Rechtsanwälte und Abgeordnete. Bei diesen Gruppen soll der Schutz vor nachrichtendienstlichen Eingriffen absolut gelten, bei der Psychotherapie dagegen nur relativ. Das Therapiegespräch selbst bliebe zwar geschützt, nicht aber seine digitale Dokumentation, etwa in der elektronischen Patientenakte oder im Praxisverwaltungssystem.
Benecke warnt, dass schon die Möglichkeit eines staatlichen Zugriffs das Vertrauen untergrabe, auf das Psychotherapie angewiesen ist. Sie fordert den Bundestag auf, Psychotherapeut*innen im Bundesverfassungsschutzgesetz und im BND-Gesetz in den absoluten Schutzbereich aufzunehmen.
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